Erasmus+ 2016-2018

„La classe en action!“ an der Tilemannschule

Projektbeschreibung:
Nachdem unser französischsprachiges Erasmus+ Projekt „La classe en action! Pratiques innovantes dans les classes des langues“ uns nun zwei Schuljahre lang begleitet hat, ist die Projektarbeit mit unseren beteiligten Schülern und Kollegen nun abgeschlossen. Neben der Möglichkeit für 16 Tilemannschüler mithilfe der mit dem Projekt verbundenen EU-Zuschüsse in unsere vier Partnerländer Belgien, Italien, Portugal und Finnland zu reisen um dort vor Ort mit gleichaltrigen Schülern an gemeinsamen Themen zu arbeiten, konnten unsere Lehrkräfte neue Methoden für den Fremdsprachenunterricht kennenlernen, um die Motivation unserer Schüler zu steigern.

Projektpartner:
* Sint-Janscollege in Poperinge / Belgien, Koordinatorin: Ria De Wilde
http://sint-janscollege.be/
* ITET Don Luigi Sturzo in Bagheria / Sizilien, Koordinatorin: Vincenza Giamporcaro
http://lnx.itcsturzo.gov.it/site/
* Escola Secundaria in Monte Abrãao / Portugal, Koordinatorin: Conceicao Jacinto
http://mtorga.edu.pt/
* Kannaksen lukio in Lahti / Finnland, Koordinatorin: Teija Komulainen
https://kannaksenlukio.fi/web/

Projektergebnisse:
Eine Übersicht der bisherigen Projektergebnisse und einige weitere Eindrücke findet man…
- auf unserer Webseite:
https://erasmuspratiquesinnovantes.wordpress.com
- in unserem TwinSpace, unserem virtuellen Klassenraum, der zur Kommunikation und Ergebnisverbreitung dient:
https://twinspace.etwinning.net/24499/home

Projektetappen :
Wir blicken zurück auf ein zweijähriges Abenteuer mit unseren europäischen Partnern. Anbei eine Übersicht zu den fünf Projektetappen, die wir gemeinsam erlebt haben.

15. April – 21. April 2018 :
Fünftes Projekttreffen an der Tilemannschule in Limburg / Deutschland
Solidarité et engagement social / la vidéo

Das Abschlusstreffen unseres Projekts findet an der Tilemannschule statt. Schon Wochen zuvor bereiten die Tilemannschüler die gemeinsame Woche mit ihren Partnerschülern vor. Plakate und Fotocollagen werden gebastelt, Flyer zu den Programmpunkten werden erstellt, das Programm wird im Detail geplant – und selbstverständlich stehen auch wieder Aktivitäten an, die im Vorfeld erledigt werden müssen. Dieses Mal liegt der Schwerpunkt zum einen auf den unterschiedlichen Schulsystemen, zum anderen auf typischen kulturellen Eigenheiten der fünf Partnerländer. Außerdem bereiten alle Schüler, ganz im Sinne des inhaltlichen Schwerpunkts „Ehrenamt“ und des methodischen Fokus „Video“, kurze Interviews mit Menschen, die sich ehrenamtlich in einem Bereich engagieren, der in ihrer Region wichtig erscheint. In der Vorbereitungsphase tauschen sich die Schüler über unseren gemeinsamen TwinSpace z.B. zu Stundenplänen, Schulordnung und Regelungen zur Kleidung aus und führen in ihrer Freizeit Interviews im Limburger Tierheim.
Unsere Partnerschüler hätten sich keine schönere Woche im April für ihren Besuch aussuchen können. Strahlender Sonnenschein bietet einen tollen Rahmen für unser recht umfangreiches Programm. Neben der Vorstellung der vorbereiteten Präsentationen steht auch eine Stadtrallye und ein Besuch beim Bürgermeister Dr. Marius Hahn auf der Agenda. Während unserer beiden Ausflugstage nehmen sie zunächst an Workshops zum Thema „Stop Motion“ und „Animation“ im Filmmuseum teil, bevor sie Frankfurt im Rahmen eines kreativen Fotowettbewerbs erkunden. Außerdem besuchen sie Koblenz und die Marksburg, um abschließend an der Loreley die Sommerrodelbahn auszutesten. Nach dem vergnüglichen Teil der gemeinsamen Woche steht Projektarbeit auf dem Programm. In europäischen Kleingruppen erstellen sie eine Foto- sowie eine Videoreportage, ein Sprachtutorial zu Sportbegriffen in unseren fünf Partnersprachen, ein Quiz zur Woche in Limburg und eine Nachrichtensendung, die beim großen Abschlussabend mit allen Gastfamilien live vorgeführt wird. Nach einer sehr intensiven Woche geht das letzte Begegnungstreffen zu Ende. Freundschaften innerhalb ganz Europas wurden geknüpft und für viele Teilnehmer gilt: „Ce n’est qu’un au revoir“ – es ist kein Abschied für immer!



15. Januar – 21. Januar 2018:
Viertes Projekttreffen an der Kannaksen lukio in Lahti / Finnland
La tolérance / fächerübergreifend Arbeiten im Fremdsprachenunterricht mit Kunst, Musik und Theater

Von Kopf bis Fuß auf winterliche Temperaturen eingestellt kommen die vier Schüler Juan Calderon Steinitz, Felix Hoffmockel, Lara Seck und Julius Kremer mit der Schulleiterin Regine Eiser-Müller und den beiden Begleitlehrerinnen Stefanie Reitz und Désirée Grasmeher am Sonntagmittag in Helsinki an. Nach den vorangegangenen Begegnungstreffen in den südlichen Partnerländern wartet am Kannaksen lukio ein abwechslungsreiches Kontrastprogramm auf unsere Teilnehmer: neben einem Workshop zu Elementen aus dem Bereich des darstellenden Spiels für die Lehrkräfte organisieren die finnischen Kolleginnen einen Comic-Workshop für die Schüler, sowie einen Ausflug nach Helsinki, wo wir nicht nur das Kiasma-Museum erkunden können, sondern auch an einem Spanischkurs teilnehmen, der spielerisches Vokabellernen durch Bewegung bietet. Auch eine Tanzstunde mit den Abiturienten sowie eine Musikstunde mit typisch finnischen Instrumenten dürfen wir erleben, in der die Projektteilnehmer „Bruder Jakob“ in allen fünf Partnersprachen singen. Selbstverständlich kommt im Programm auch der Wintersport nicht zu kurz: Neben einem Besuch an der berühmten Skischanze und dem zugehörigen Skimuseum gibt es auch eine Eislauf-Schnupperstunde für die Teilnehmer auf der Eisfläche neben der Schule. Mit unzähligen Fotos von der beeindruckenden finnischen Winterlandschaft, einer Vielzahl an Eindrücken von einem völlig anderen Schulsystem und den ersten Verabredungen für einen Wiedersehensbesuch reisen unsere Teilnehmer nach einer tollen Woche, die von unserem tollen finnischen Gastgeber-Team super organisiert wurde, wieder zurück nach Deutschland.


November 2017 – Januar 2018:
Vorbereitung des vierten Projekttreffens

Durch die recht kurze Zeitspanne zwischen den beiden Projekttreffen beschränkt sich die Vorbereitung auf die Begegnung in Finnland auf eine einzelne, jedoch durchaus sehr kreative Aktivität: das Erstellen eines Comics zum Thema „Tolérance dans la vie quotidienne“.

12. November – 18. November 2017:
Drittes Projekttreffen an der Escola Secundaria Miguel Torga in Queluz / Portugal
Le multiculturalisme est une richesse / la gamification (spielerische Elemente im Fremdsprachenunterricht nutzen)

Eine aufregende Woche im Süden Europas verbringen die vier Schülerinnen der E-Phase Tara Treber, Selina Engin, Nina Wagner und Julia Exner vom 12. – 18.11.2017 in Monte Abrãao / Portugal. An unserer portugiesischen Partnerschule Escola Secundária Miguel Torga treffen sie während der inzwischen dritten Begegnungsfahrt im Rahmen unseres Erasmus+ Projekts „La classe en action!“ nicht nur auf ihre portugiesischen Gastgeber, sondern schließen während der Projektarbeit und der gemeinsamen Ausflüge nach Queluz, Sintra und Lissabon auch neue Freundschaften mit den Partnerschülern aus Belgien, Sizilien und Finnland. Gemeinsam mit ihren beiden Begleitlehrern Stefanie Reitz und Boris Linn können sie im Laufe der Woche dank einer Vielzahl an Aktivitäten einen Einblick in den Ansatz der „Gamification“, eine innovative Unterrichtsmethode für den Fremdsprachenunterricht, gewinnen. Außerdem treffen sie auf einen Repräsentanten der Organisation „Olho Vivo“ und auf eine Vertreterin von Amnesty International. Mit einem Koffer voller neuer Eindrücke und gemeinsamen Erinnerungen an schöne Erlebnisse geht es nach sechs Tagen zurück nach Deutschland.


September 2017 – November 2017:
Vorbereitung des dritten Projekttreffens

Das dritte Begegnungstreffen steht ganz unter dem Motto „Gamification“, dem Verbinden von spielerischen Elementen und Lernen. Auch im Vorfeld liegt der Schwerpunkt auf den Interessen der Schüler, die unter anderem zu aktueller deutscher Musik und einer für sie interessanten Persönlichkeit recherchieren müssen. Außerdem bereiten sie einen Deutschkurs für ihre europäischen Partner vor.

12. Mai – 18. Mai 2017:
Zweites Projekttreffen am ITET Luigi Sturzo in Bagheria / Sizilien
La diversité est une richesse / la classe inversée (« flipped classroom »)

Mit der zweiten Begegnungsfahrt wartet die erste Flugreise auf unsere Teilnehmer. 6 Tage lang italienisches Familien- und Schulleben kennenlernen, ohne auch nur ein Wort Italienisch sprechen zu können – die drei Tilemannschülerinnen Jennifer Maage, Alexandra Pertsch und Kristina Schitz lassen sich auf dieses kleine Abenteuer ein und fliegen, begleitet von Stefanie Reitz und Carmen Rosenstiel-Stahl, vom 7. – 13.Mai 2017 nach Bagheria an der nördlichen Küste Siziliens. Die Projektgruppe verbringt eine knappe Woche am ITET Don Luigi Sturzo, wo sie nicht nur die italienischen Gastgeber, sondern auch insgesamt 12 weitere Schüler aus Belgien, Portugal und Finnland kennenlernen können. Passend zum Projektthema „La diversité est une richesse“ - Diversität als Bereicherung – setzen die Teilnehmer sich nicht nur mit der Gastronomie der Partnerländer auseinander, vor allem die Vielfalt der sizilianischen Landschaft und Kultur hinterlassen einen großen Eindruck. Neben der Erkundung von Solunto steht auch das Treffen mit einem sizilianischen Cantastorie auf dem Programm, der den Schülern zum Ausklang eines Tagesausflugs einige landestypische Legenden mit seiner Gitarre vorträgt. Auch Palermo darf als Ausflugsziel natürlich nicht fehlen: Vor allem der Palais des Normans und das imposante Teatro Massimo beeindrucken unsere Schüler. Während der Projektarbeit beschäftigen die gemischten europäischen Kleingruppen sich nicht nur mit der Verarbeitung der zahlreichen Eindrücke in Foto- und Videoreportagen sowie in einem Quiz, sie erstellen darüber hinaus ein professionelles Tutorial zu den fünf Sprachen des gemeinsamen Erasmus + Projekts. Außerdem stellen sie einen tollen Abschlussabend auf die Beine, an dem gemeinsam gesungen, getanzt und natürlich auch typisch sizilianisch gegessen wurde. Dank viel italienischer Lebensfreude verbringt die Projektgruppe einen ausgelassenen Abend mit ihren sizilianischen Gastfamilien.


Februar 2017 – Mai 2017:
Vorbereitung des zweiten Projekttreffens

Bereits im Vorfeld können die Schüler erste Experimente mit dem methodischen Schwerpunkt der Projektbegegnung in Bagheria versuchen: über die Herangehensweise der Classe inversée (= Flipped Classroom) erstellen sie eine Präsentation zu einer belgischen Sehenswürdigkeit sowie einen Fragebogen zum Brandenburger Tor. Außerdem stellen sie eine Übersicht zu deutscher Gastronomie zusammen.

5. Februar – 11. Februar 2017:
Erstes Projekttreffen am Sint-Janscollege in Poperinge / Belgien
„La fuite – autrefois et aujourd’hui“ / Arbeit mit dem digitalen Whiteboard

Nach einer etwas abenteuerlichen Anreise mit dem Zug kommen unsere vier Schüler Martin Fachinger, Linh Vu, Matteo Ruffer und Tobias Schwarm und ihre beiden Begleitlehrer Stefanie Reitz und Boris Linn gegen Sonntagabend in Poperinge im belgischen Flandern an. Gemeinsam mit ihren Projektpartnern aus Sizilien, Portugal, Finnland und natürlich Belgien werden sie in den kommenden Tagen am Sint-Janscollege am Projekt „Flucht – damals und heute“ arbeiten.
Auf dem Programm stehen Besuche des Museums „In Flanders Fields“ in Ypern sowie französischer, britischer Kriegsdenkmäler und der deutschen Kriegsgräberstätte in Langemark. Auch am traditionellen „Last Post“ in Ypern nehmen sie teil. Aktuelle Flüchtlingsschickale sind ebenfalls Teil des Projekts: In einer Auffangstation für Asylbewerber in Poelkapelle bekommen die Jugendlichen beim gemeinsamen Kochen und Basteln einen Einblick in den Alltag der Bewohner.
Nach der Auseinandersetzung mit der Kriegs- und Fluchtthematik der Vergangenheit ist es umso so wichtiger, den verbindenden europäischen Gedanken von heute in den Blick zu nehmen. Methodisch beschäftigen sie sich mit dem Einsatz interaktiver Whiteboards im Unterricht. Per Videokonferenz tauschen sie sich dazu mit der Expertin Shona Whyte an der Universität in Nizza aus. Während der anschließenden Projektarbeit erstellen die Schüler in europäischen Kleingruppen Präsentationen, ein Quiz und kurze Foto- und Videoreportagen. Für ihre Videoreportage haben sich die deutschen Teilnehmer extra vorab in einem Workshop bei der Fotografin Alea Horst fortgebildet.
Mit viel belgischer Herzlichkeit wird die erfolgreiche Zusammenarbeit bei einem europäischen Abschlussabend mit italienischen und finnischen Tänzen, deutscher und portugiesischer Musik gefeiert


Oktober 2016 – Februar 2017:
Vorbereitung des ersten Projekttreffens

Bevor die Schüler mit der eigentlichen Arbeit für das Projekttreffen beginnen können, erfolgt eine längere Einarbeitungsphase in die Plattform eTwinning und unseren virtuellen Klassenraum, den TwinSpace. Über Padlets können die teilnehmenden Schüler sich vorstellen und so auch bereits ein wenig über ihre künftigen Partner erfahren. Außerdem muss ein Logo für das Projekt entworfen werden, über das die Schüler aller teilnehmenden Länder abstimmen. Schließlich erstellen die teilnehmenden Schüler Präsentationen zu Limburg und den Freizeitaktivitäten für Jugendliche sowie zum Schulleben an der Tilemannschule.

28. September – 1. Oktober 2016:
Koordinationstreffen an der Tilemannschule – das Projekt beginnt

Nach der Bewilligung im Juli 2016 unseres durch die EU geförderten Erasmus+ Projekts mit dem Titel „La classe en action! Pratiques innovantes dans les classes de langues“ fällt im September der offizielle Startschuss. Die Koordinatorinnen der fünf Partnerschulen treffen sich an der Tilemannschule in Limburg, um gemeinsam eine Struktur für die fünf Projektbegegnungen auszuarbeiten, die jeweils ein inhaltliches Thema für die gemeinsame Projektarbeit der Schüler sowie eine innovative Methode für die teilnehmenden Lehrer im Fokus haben. An jeder Fahrt nehmen je vier Schüler und zwei Lehrkräfte teil. Zwischen den Begegnungen an den jeweiligen Partnerschulen arbeiten die Schüler an Aufgaben, deren Ergebnisse sie zu Beginn der Projektfahrten ihren europäischen Partnern vorstellen.